Therapien (nicht operativ)

AkupunkturChirotherapie/OsteopathieInjektionenSchmerztherapieOrthopädische HilfsmittelStoßwelleHyaluronsäureinjektionenACP
Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin. Das wesentliche Anwendungsgebiet in unserer westlichen Kultur liegt in der Schmerzbekämpfung. Die Wirksamkeit wurde mittlerweile auch in kontrollierten Studien nachgewiesen, so dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verschiedene Erkrankungen auflistete, bei denen die Akupunkturanwendung erfolgversprechend ist. Diese Liste enthält u. a. verschiedene schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B.:

• Abnutzungserkrankungen, z. B. der Kniegelenke
• Sehnenerkrankungen, z. B. schmerzhafte Schulter, Tennisellenbogen
• Schmerzen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule
• Kopfschmerzen. (Migräne, Spannungskopfschmerz)

Weitere sinnvolle Anwendungsgebiete:
Schwindelgefühl (Vertigo), Gürtelrose (Zoster)

Wirkungsweise:
Nach der TCM verlaufen auf dem Körper Linien und Leitbahnen, sogenannte Meridiane, die wie ein Netzwerk angelegt sind; durch diese Meridiane fließen Nährstoffe und die sogenannte Lebensenergie (Qi).
Auf den Meridianen liegen Akupunkturpunkte, über deren Nadelung Einfluss auf die Organe und somit auch Körperfunktionen genommen wird; gestörte Funktionen können dabei positiv beinflußt werden, allerdings können zerstörte Funktionen nicht geheilt werden.

Kosten private Krankenkassen:
Nach gegenwärtigem Stand werden die Kosten vollkommen erstattet.

Kosten gesetzliche Krankenkassen:
Seit dem 1.1.2007 ist die Akupunktur eine Kassenleistung bei den Indikationen chronischer Kreuzschmerz und chron. Knieschmerz bei Abnutzung. Pro Indikation übernehmen die Krankenkassen die Kosten für 10 Akupunktur-Sitzungen alle 12 Monate. Andere Krankheitsbilder, bei denen die Akupunktur gut wirkt, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet und müssen privat getragen werden.

In der Chirotherapie (Manuelle Medizin) werden Funktionsstörungen von eigentlich intakten Gelenken durch gezielte Behandlungen direkt an diesen Gelenken oder indirekt über die ansetzenden Muskeln und beteiligten Knochen behandelt.

Ist die Gelenkbeweglichkeit eingeschränkt, spricht man von einer Blockade. Diese Blockierungen können sowohl an Wirbelsäulengelenken als auch an Extremitätengelenken auftreten. Damit verbunden sind oft Muskelspannungsstörungen wie Myogelosen, Verspannungen, Verkürzungen und die Ausbildung von Triggerpunkten.

Solche Veränderungen in den Muskeln können durch eine subtile manuelle Untersuchung aufgedeckt werden und der manualtherapeutischen Therapie zugeführt werden.

Blockierungen können durch einen gerichteten Impuls, die sogenannte Manipulation, oder durch mehrfache spezielle Gelenklockerungstechniken (Mobilisation) aufgehoben werden.

Osteopathische Verfahren differenzieren die Störungen in Diagnostik und Therapie. Und beziehen Organe, Bindegewebe und als “Craniosacrale” Osteopathie die Rhythmik des Liquorpulses mit ein. Diese Verfahren sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Versicherung.

Spritzen an schmerzhafte oder erkrankte Strukturen sind eine Säule der konservativen Orthopädie.
Aus unserer Sicht ein unverzichtbares Mittel zur Regulation von Dysbalancen die in unserer zivilisierten Gesellschaft unausweichlich auftreten.

Erfahrungen mit Indikation, Lokalisation, Menge, Beimischungen, Häufigkeit und patientenindividuelle Faktoren sind essentiell zur erfolgreichen, nebenwirkungsarmen Anwendung.

Kosten: die meisten Injektionen können wir noch im Rahmen der Gesetzlichen Versicherung anbieten. Über zusätzliche Kosten informiert Sie der Arzt in der Sprechstunde

Wenn der Schmerz zur einer eigenständigen Krankheit wird ist die Schmerztherapie gefragt. Als Schutzmechanismus hat der Schmerz einen biologischen Sinn. So tritt er auf, wenn Gewebe Verletz ist oder Verletzung einer Gewebsstruktur droht.

Kniet man z.B. sehr lange, meldet uns das Warnsystem über Schmerz „…verändere deine Position, sonnst hast du bald ein Loch in der Haut auf der du kniest…“. Verändert man dann seine Position, geht der Schmerz weg und die Sache ist geregelt. Mach man das immer wieder und hört z.B. nicht auf das Signal kann der Schmerz chronifizieren oder die Strukturstörung an der Stelle hält den Schmerz aufrecht. So ähnlich funktioniert auch die Entstehung der meisten Rückenschmerzen -durch repetitive Fehlbelastung.

So können z.B. die „Wächter“ des Raumstellungsgefühls, die eigentlich keine Schmerzleiter sind, Schmerz melden wenn sie ständig über fehlerhafte Haltung „berichten“ müssen . Man könnte es mit einer Fehlfunktion der Software bezeichnen. Oft ist die Struktur nicht geschädigt – Patient merkt was Arzt sieht aber nichts-.
Besteht die Funktions(software)Störung lange genug kann das die Struktur(Hardware) schädigen – Patent merkt was und Arzt sieht was z.B. im Röntgen Abnutzung-

So entstehen eine Reihe von Abnutzungserkrankungen mit chronischen Schmerzen die wiederum die Bewegungs- und Belastungsfähigkeit einschränken. Die meisten Zivilisationskrankheiten haben ihre Ursache in solchen Mechanismen. Der Schmerz der sich daraus ergibt kann mit geeigneten Therapien bekämpft werden. Hierzu bieten wir eine spezielle Schmerzsprechstunde an.

Die Fachgebiete Orthopädie und Unfallchirurgie überlappen sich so weit, daß sie von den Berufsverbänden zusammengeführt wurden und seit 2005 der übergreifende Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie existiert. Somit liegt nun sowohl die konservative und operative Behandlung von Erkrankungen am Stütz- und Bewegungsapparat als auch die konservative und operative Unfallbehandlung in einer Hand.
Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) kommen hochenergetische Schallwellen zur Anwendung. Wir verwenden die Extrakorporale Hochenergetische Fokussierte Stosswelle so, wie sie von den meisten privaten Kassen bezahlt wird. Folgende Erkrankungen können u.a. mit der Stoßwellentherapie behandelt werden:

• Kalkschulter
• Fersensporn
• Tennis- und Golferellenbogen
• Verkalkungen am Achillessehnenansatz und Achillessehnenschmerzen
• Knochenbrüche mit verzögerter Heilung
• Patellaspitzensyndrom (Belastungsschmerz oder Schleimbeutelentzündung der Kniescheibenspitze)
• Tibiakantensyndrom (Belastungsschmerz an der Schienbeinkante)
• Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung am Hüftknochen)
• 3 Behandlungen sind erforderlich im Abstand von jeweils 1 Woche; die Erfolgsquote liegt bei ca. 70-75%.

Kosten:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Behandlung nicht, die privaten Krankenkassen handhaben dies sehr unterschiedlich.

Hyaluronsäure ist wie Glucosamin und Chondroitinsulfat natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit bzw. des Knorpelstoffwechsels im Gelenk. Bei Gelenkverschleiß wird der Knorpelstoffwechsel beeinträchtigt und die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit (Viskosität) herabgesetzt. Medikamente/Medizinprodukte, die diese Fähigkeiten im Krankheitsfall wieder verbessern bzw. unterstützen, werden direkt ins Gelenk verabreicht. Eine Serie umfasst insgesamt 5 Injektionen im Abstand von jeweils 1 Woche.

Kosten:
Die Kosten werden von den privaten Krankenkassen übernommen, nicht jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen.

Autologes konditioniertes Plasma ist eine Methode die aus dem Leistungssport zunehmend in den orthopädischen Alltag Einzug findet. Es wir zunehmend zur Behandlung nicht nur von Sportverletzungen sondern auch zur Behandlung degenerativer Gelenkschädigungen eingesetzt. Besonders gute Erfahrungen haben wir am Sprunggelenk gemacht.

Es wird Blut abgenommen und durch eine Zentrifugation werden die Thrombozyten (Blutplättchen) angereichert und deren Zelloberfläche aktiviert. Diese Suspension wird in die betreffende Region eingespritzt und die in den Blutplättchen enthaltenen Wachstumsfaktoren entfalten ihre Wirkung. Vermutlich werden und wurden traditionell ähnliche Effekte mit der Eigenblutinjektion aus der Homöopathie erzielt.

Mit dem Verfahren steht ähnlich wie bei der Akupunktur eine Therapiemöglichkeit zur Verfügung bei der Wissenschaftlichkeit traditionelle Erfahrungsmedizin voraus ging. Die Methode ist durch die technische Aufbereitung wesentlich effizienter gemacht worden.

Die Behandlung wird von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen.